Italien
 
In Italien heisst Ostern "Pasqua". Ostern hat in Italien nicht den selben Stellenwert wie in Deutschland. Es gibt keine Jagd nach den Ostereiern, aber viele ähnliche vor allem christliche Bräuche.

Zu Ostern wird in Italien Salziges serviert: ein Kuchen mit gekochten Eiern und Spinat, Torta die Pasquetta genannt.

Dazu kommt die Ostertaube, eine Art Gugelhupf, auf den Tisch.

Am Karfreitag ziehen durch viele Orte Prozessionen. Die Menschen schweigen, während das Kirchenkreuz durch die Straßen getragen wird - zur Erinnerung an den Leidensweg Jesu.

Die Auferstehung feiern die Italiener am zweiten Feiertag: Sie treffen sich traditionell mit Familie oder Freunden zum Ausflug oder Picknick.


Mexico

 
Die Mexikaner begehen Ostern ausgiebig – die Feier dauert fast zwei Wochen und hat den Charakter eines Volksfestes.

Die Straßen sind mit Girlanden geschmückt, überall ist Musik zu hören, die Menschen tanzen ausgelassen.

Ruhig und andächtig dagegen ist der Karfreitag, wenn am Vormittag die Kreuzigungsszene nachgestellt wird und am Nachmittag Prozessionen durch Dörfer und Städte ziehen.
 


In Finnland gibt es statt Picknick Schläge, aber nur sanfte:


Zur Erinnerung an die Palmwedel, mit denen Jesus in Jerusalem empfangen wurde, schlagen die Finnen ihre Freunde und Bekannten leicht mit einer Birkenrute.

Am Ostersonntag sollte man sich die Ohren zuhalten: Kinder ziehen mit Trommeln und Tröten durch die Straßen und beenden die Zeit der Trauer.
 

In Schweden gehen die Frauen, die noch Ihren Liebsten erobern wollen, nachts heimlich an eine Quelle um das Osterwasser zu holen.
Wenn die beim Holen kein Wort gesagt, und es dann auch noch geschafft haben, den schlafenden Liebling mit dem Wasser zu besprengen ohne dass er es merkt, dann steht dem Zukunftsglück nichts mehr im Wege.

Außerdem wird das Osterfest mit Feuerwerkskörpern und Lärm begrüßt.

Symbolisch werden die bösen Osterhexen am Osterfeuer verjagt.

Am so genannten langen Samstag vor Ostern verkleiden sich die Schweden als Osterweiber: Sie rennen mit langen Röcken und Kopftüchern durch die Straßen und betteln an den Türen um Süßigkeiten.

 

Schweiz

 
Dass man mit Ostereiern durchaus mehr anfangen kann, als sie nur zu essen, machen die Schweizer vor. Es gibt viele Bräuche - Ostern wird von Kanton zu Kanton unterschiedlich gefeiert.


Der Ostersonntag beginnt vielerorts mit dem Suchen von Ostereiern, die in der Nacht auf wundersame Weise von Osterhasen vesteckt worden sind.

Neben dem Brauch des Eiersuchens, der im ganzen Land bekannt ist, gibt es auch Traditionen, die nur in einzelnen Regionen bekannt sind:

- In Mendrisio, im italienischsprachigen Kanton Tessin, finden jedes Jahr in der Karwoche Osterprozessionen statt. Bei den Umzügen am Gründonnerstag und am Karfreitag wird die biblische Passionsgeschichte dargestellt.

- Im westschweizer Städtchen Romont tragen schwarz gekleidete und verhüllte Klageweiber ('Les Pleureuses') am Karfreitag auf scharlachroten Kissen die Marterwerkzeuge Christi und das Tuch, mit dem die heilige Veronika den Schweiss von Christi Stirn abgewischt hatte, während dieser das Kreuz trug, durch die Strassen. Begleitet werden diese Klageweiber von Gesängen und Gebeten.

- In Nyon, in der Nähe von Genf, werden in der Osterzeit - einem alten deutschen Brauch folgend - die Brunnen mit Blumen, Zweigen, Bändern und farbigen Eiern dekoriert.

- Im Kanton Wallis gehört in einzelnen Dörfern die Verteilung von Brot, Käse und Wein zu einer uralten Ostertradition.

- In Luzern werden jedes Jahr Osterfestspiele mit einer Reihe von Osterkonzerten durchgeführt.

- Etwas Geschick erfordert die alte Zürcher Tradition des 'Zwänzgerle', ein Brauch, der dazu dient, das Taschengeld der Kinder etwas aufzubessern (aus technischen Gründen konnte der Brauch nicht der Teuerung angepasst werden). Die Spielregeln sind einfach: die Kinder strecken ihre Ostereier den Erwachsenen hin und diese müssen versuchen, ein Zwanzigrappenstück so auf das Ei zu werfen, dass dieses stecken bleibt. Prallt die Münze ab, gehören Ei und Geldstück dem Kind, bleibt das 'Zwänzgerli' stecken, bekommt der Werfer oder die Werferin Ei und Geld.

- Wer am Ostersonntag nachmittags durch das Berner Dorf Rumendingen spaziert, mag sich fragen, warum die Menschen mit Holzstecken um sich werfen. Die Antwort ist einfach: sie 'knütteln'. Früher war diese Beschäftigung im ganzen Emmental verbreitet, heute wird sie nur noch in Rumendingen gepflegt. Entstanden war das Knütteln, weil an es an Ostern verboten war, zu hornussen, schwingen oder zu schiessen. Im Kampf gegen die Langeweile erfand man eben das Knütteln, das mit dem Boccia-Spiel verwandt ist: Der älteste Teilnehmer wirft einen Stock, alle anderen versuchen, ihre Stöcke möglichst nahe zu platzieren. Wer am weitesten entfernt ist, erhält einen so genannten 'Hick', wer am meisten 'Hicke' hat, muss anschliessend im Restaurant eine Runde ausgeben.
USA
 
In den USA ist die traditionelle "Easter Parade" auf der Fifth Avenue in New York zu bestaunen.
Die Amerikaner verkleiden sich und fahren auf mit Blumen geschmückten Wagen durch die Straßen.

Eine witzige Sitte ist das Eierrollen (THE WHITE HOUSE EASTER EGG ROLL), das am Weißen Haus in Washington stattfindet.

Dolley Madison (Gattin von President James Madison) soll etwa um 1810 auf dem Gelände des Capitols das öffentliche Osterreier-Rollen für Kinder initiiert haben.

Am Ostermontag wird ein Gartenstück zur Spielwiese und Dutzende von Eiern rollen hinunter.

Jeder Teilnehmer erhält als Dankeschön ein vom Präsidenten und seiner Ehefrau signiertes Holzei.

siehe auch 
White house Easter egg roll
 
 
Wenn auf den Philippinen am Ostermorgen die Kirchenglocken läuten, fassen die Eltern ihre kleinen Kinder beim Kopf und heben sie hoch.
Sie glauben, dadurch würden diese größer werden.

Auch auf den Philippinen gehören Hasen und bunt bemalte Eier zum Osterfest.

Blutige Kruezigungsrituale

Fanatische Gläubige lassen sich ans Kreuz schlagen. Infos http://www.n24.de/news/newsitem_4966774.html

 

  

Australien

 
In Australien soll es den Brauch geben, daß verlobte Paare an Ostern fließendes Wasser aus einem Bach schöpfen, und es bis zum Hochzeitstag aufbewahren. Bevor sie zur Kirche gehen, besprengen sie sich gegenseitig damit. Sie hoffen, daß dies ihrer Ehe Glück bringt.

 

 Israel

 
In Israel wird das Passahfest gefeiert.
Die Wohnung muß blitzeblank sein, kein Krümel darf herumliegen.
Zum Festmahl gibt es Osterlamm, bittere Kräuter und süße Saucen.

 Argentinien

 
Im Nordwesten von Argentinien besuchen morgens die Kinder ihre Paten oder sonstige Verwandten und bitten sie kniend um den "Segen".
Damit ist einerseits wirklich ein Segen gemeint, andererseits aber auch Süßigkeiten.

             

Frankreich  
 
In Frankreich suchen die Kinder erst am Ostermontag nach ihren Ostereiern und Süßigkeiten. Vom Karfreitag bis Ostermontag sind die Kirchen und Kirchenklocken zum Zeichen der Trauer für den gekreuzigten Jesus.

             

Österreich

 
Am Gründonnerstag (Antlasstag) wird vermehrt Grünes gegessen (Spinat).
An diesem Tag gelegte Eier gelten als Glück bringend und Unheil abwehrend (Antlasseier).

In Österreich ist der Palmsonntag für die Kinder besonders wichtig.
Sie bitten für gutes Wachstum, indem sie mit Bändern, Brezeln und Äpfeln geschmückte Palmstangen zur Kirche tragen.

Luxemburg


 
In Luxemburg ziehen die Kinder am Karfreitag mit Schlehdornsträuchern, die mit bunten Bändern und Papierblumen geschmückt sind, singend und klappernd durch die Straßen. Am Abend werden die Sträußchen traditionell verbrannt.

 

 

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