Ostern - 31.3.2013- 1.4.2013

 

Ostern - Fest der Christen und Frühlingsfest

Welchen Ursprung hat Ostern?

Die Bezeichnung Ostern leitet sich wohl von Eastre ab, dem angelsächsischen Namen der teutonischen Göttin des Frühlings
und der Fruchtbarkeit.

Ihr Fest wurde am Tag vor der Frühlings-Tagundnachtgleiche gefeiert.

Andere meinen das Wort "Ostern" leitet sich von "Eostro" ab.

Das Wort bedeutet Morgenröte und ist von dem Wortstamm "ausos" abgeleitet, der im Griechischen zu "eos", Sonne, und im Lateinischen zu "aurora", Morgenröte, geführt hat.

Im Althochdeutschen bildete sich Eostro zu "ôstarum" und im Altenglischen zu "eastron".

Wie auch immer: Im Brauchtum der mitteleuropäischen Volksstämme spielt Ostern seit jeher eine zentrale Rolle.

Die Sehnsucht der Menschen nach Frühling, Sonne und Wärme, nach Sicherung des neuen Erntesegens ließ sie das Frühlingsfest der Tag- und Nachtgleiche ausgelassen feiern. 

 

 

Die christliche Kirche hat ihr wichtigstes Fest, die Auferstehung Christi, durch das Konzil von Nizäa im Jahre 325 mit dem Frühlingsfest des germanischen Lichtkultes zusammengelegt.

Ostern soll aber auch schon das in der Bibel erwähnte jüdische Passahfest abgelöst haben, was viele Gemeinsamkeiten in den Bräuchen vermuten läßt.


 

 

 Somit überrascht es nicht, daß das Wort für Ostern und für Passah in einer ganzen Reihe von Sprachen, wie Französisch, Griechisch, Italienisch und Spanisch ähnlich bzw. identisch ist.

Sicher ist daher das Ostern, welches man heute feiert, wie auch viele andere christliche Feste (bspw. Pfingsten) mit heidnischen Bräuchen und Riten durchsetzt ist.


Ostern ist jedoch in vielen Ländern gleichbedeutend mit Freude, Fröhlichkeit und Festlichkeit.

 

Ostern - Fest der Christen und Frühlingsfest

Christliches Ostern




 



Ostern ist nach Weihnachten (Geburt Jesu) für die Christen durch die Auferstehung Jesu ein weiteres zentrales Ereignis ihres Glaubens.

 


Der Tod wird nicht als Ende, sondern als Neubeginn eines neuen Lebens gesehen.

Damit soll bekundet werden, daß das Leben über den Tod, die Wahrheit über die Lüge, die Gerechtigkeit über das Unrecht und die Liebe über den Haß siegen wird. 
 
 
Im Christentum dauert die Osterzeit 50 Tage bis Pfingsten

Vor der Osterzeit liegt die Fastenzeit auch Passionszeit genannt, die 40 Tage andauert und am Aschermittwoch beginnt. Sie erinnert an die 40 Tage, die Jesus in der Wüste gefastet hat.

Die letzte Woche vor Ostern heißt Karwoche. Sie beginnt mit dem Palmsonntag, an dem die Christen den Einzug Jesu nach Jerusalem feiern.

Am Gründonnerstag (das "Grün" kommt von dem altdeutschen Wort greinen, was so viel wie weinen heißt) feiert das Christentum das Abendmahl.

Am Karfreitag wird des Todes Jesu am Kreuz gedacht, am Karsamstag ist Grabesruhe, und am Ostersonntag ist Jesus - nach der Bibel - auferstanden.

Ausgehend von der Berechnung des Ostersonntag lassen sich alle anderen unregelmäßigen Feiertage bestimmen.

Dies gilt seit dem 1. Kirchenkonzil im Jahre 325. Modifiziert wurde die Berechnungsgrundlage durch Papst Gregor XIII. (1582), der den "Julianischen Kalender" durch den noch heute gültigen "Gregorianischen Kalender" ersetzte.

Auf dem Petersplatz im Vatikan drängen sich Jahr für Jahr an Ostern über 200.000 Menschen, um dabeizusein, wenn der Papst, traditionell unter freiem Himmel, die Ostermesse liest.

Zur Mittagszeit hält der Papst seine Osteransprache an die Gläubigen der Welt.

Der Höhepunkt ist der anschließende päpstliche Segen "Urbi et orbi" (lateinisch: der Stadt und dem Erdkreis).


 

 

Ostern - Bräuche, Riten und Symbolik

Vielerlei Riten und Bräuche sind zum Osterfest entstanden.

Osterfeuer werden am Abend des 1. Ostertages auf Feldern und Höhen entzündet und leuchten weithin ins Land.

Osterspiele werden vielerorts seit alters her aufgeführt. Immer ist
der Inhalt der Spiele der Sieg des erwachenden Lebens über das Dunkel der Winterzeit

Das christliche Mysterienspiel von der Auferstehung Christi fügt sich nahtlos an die vorchristlichen Frühlingsbräuche an, welche das Erwachen der Natur mit neuem Leben feierten.

Eine Reihe an Ostersymbolen gab es schon im Altertum. Viele wurden vom Christentum übernommen und haben bis heute Bestand.

 

1. Das Osterei

Das beherrschende Sinnbild unseres Osterfestes ist auch heute noch das Osterei.

Eier sollen schon bei den Frühlingsfesten im alten Ägypten, Persien, Griechenland und Rom meist rot gefärbt als Fruchtbarkeitssymbole verschenkt und gegessen worden sein.

Die kirchliche Eierweihe läßt sich bereits im 4. Jhd. nachweisen. In dieser Zeit wurden Eier auch schon bunt bemalt, wie Funde aus der Gegend von Worms zeigen
.

 

 

 

Zur Unterscheidung von den frischen Eiern fügte man dem Wasser Pflanzen bei. Der Saft von Zwiebeln, Spinat oder roter Beete sorgte so für die ersten bunten Ostereier.

Kunstvoll bemalte Eier tauchten erstmals im 13. Jhd. auf.

Das Ei ist die Lebensquelle an sich und steht als Symbol für die Entstehung des Lebens.

Sie an Ostern zu kochen stammt vermutlich von ihrer Verwendung als Zahlungsmittel im 12. Jhd. Da man am Gründonnerstag traditionell seine Schulden beglich, wurden viele Eier bis zu diesem Tag aufgespart und durch Kochen konserviert.



Das Osterei heute
Das Osterei ist ein meist mit natürliche Pflanzenfarben gefärbtes, manchmal auch mit Motiven bemaltes Hühnerei, das traditionell zu Ostern verschenkt oder gegessen wird.

Ausgeblasene und oft kunstvoll bemalte oder beklebte Eier werden zu Ostern als Dekoration verwendet.


Berühmt für ihren Prunk und auch teuer sind die juwelenbesetzten Ostereier von Fabergé.

 

 

2. Der Osterhase

 



Das Verstecken der Ostereier stammt aus dem 17. Jahrhundert.
Die kirchliche Weihe roter Ostereier ist erstmals 1553 bezeugt.

Der Osterhase ist im Brauchtum ein Hase, der zu Ostern Eier bemalt und im Garten versteckt.

Der Hase steht als Zeichen der Fruchtbarkeit.

Sowohl der griechischen Liebesgöttin Aphrodite als auch der germanischen Fruchtbarkeitsgöttin Ostera wurde ein Hase als heiliges Tier zugeordnet.

Erste Belege für den Osterhasen aus dem Jahre 1678 sind von Georg Franck von Franckenau, einem Medizinprofessor aus Heidelberg überliefert.
 

 

 

Vor über dreihundert Jahren ist der Brauch im Elsaß, in der Pfalz und am Oberrhein entstanden. In Zürich ist aus alten Aufzeichnungen der Osterhase als Eierbringer überliefert.

Auch die Terminierung des Osterfestes läßt eine Verbindung zum Hasen zu. Das Osterfest wird am ersten Sonntag des Frühlingsvollmondes gefeiert und der Hase gilt als Mondtier.

Doch der Osterhase ist nicht der einzige Überbringer der Ostereier.

In Schleswig-Holstein, Oberbayern und Österreich galt der Hahn, im westfälischen oder hannoveranischen Raum der Fuchs, in der Schweiz der Kuckuck, in Thüringen der Storch als Überbringer der Eier.

Im Deutschen Volksgut gibt es viele kleine, meist lustige Verse über den Osterhasen:


 

 

    Unterm Baum im grünen Gras
Sitzt ein kleiner Osterhas'!
Putzt den Bart und spitzt das Ohr,
Macht ein Männchen, guckt hervor.

Springt dann fort mit einem Satz
Und ein kleiner frecher Spatz
Schaut jetzt nach, was denn dort sei.
Und was ist's? Ein Osterei!
 


 

 

Osterhäschen, komm zu mir,
komm in unseren Garten!
Bring uns Eier, zwei, drei, vier,
lass uns nicht so lange warten!
Leg sie in das grüne Gras,
lieber, guter Osterhas`.
Lieber guter Osterhas'
bringe doch uns Kindern 'was.
Rote, grüne, gelbe Eier,
für die schöne Osterfeier.
Hinter Birken, hinter Buchen,
wollen wir die Eier suchen.

 

3. Das Osterlamm

Das Lamm als Symbol der Wehrlosigkeit war bereits Opfertier im Alten Testament.

Die Juden schlachten zum Gedenken an Gott zum Passahfest ein Lamm. Im christlichen Altertum legte man Lammfleisch unter dem Altar. Es wurde geweiht und am Auferstehungstag als erste Speise verzehrt.

Das Lamm ist symbolisch zum Lamm Gottes geworden. Es symbolisiert die Unschuld Christi.

Im heutigen westlichen Osterbrauchtum ist das Lamm in den Hintergrund getreten.

Ganz anders im griechisch-orthodoxen Christentum, wo dem Osterlamm noch große Bedeutung zukommt.



4. Das Osterfeuer

Das Urfeuer war die Sonne, sie wurde u.a. in Ägypten und Süd- und Mittelamerika göttlich verehrt.

Das Feuer ist schon im Altertum den Menschen und Göttern heilig gewesen. Die 6 Vestalinnen (altrömische Priesterinnen) hatten dafür zu sorgen, daß niemals das heilige Feuer ausging.

Die Osterfeuer wurden bereits in heidnischer Zeit praktiziert. Denn man versuchte so, die Sonne mit dem Frühlingsfeuer magisch auf die Erde herab zu ziehen. Auch Flammenräder ließ man von Hügeln hinabrollen.

Mit den Osterfeuern wurde im Frühjahr die Sonne begrüßt. Sie galten auch als Kult zur Sicherung der Fruchbarkeit, des Wachstums, der Ernte.

Die ersten christlichen Osterfeuer wurden um 750 in Frankreich zum Osterbrauch entfacht. Im 11. Jht. waren sie auch im deutschsprachigen Raum verbreitet.

Osterfeuer werden auch heute noch in Norddeutschland am Samstag vor Ostern entzündet.

Der Brauch ist vor allem in ländlichen Gegenden üblich, wo die Dörfer einen Wettstreit um das höchste Feuer abhalten und die Holzstapel in den Nächten vor Ostern bewachen.

Die Osterfeuer entlang der Unterelbe locken viele Schaulustige an.
 

 


5. Die Osterkerze

In der Osterkerze vereinigen sich die griechische, jüdische, römische und christliche Lichttradition. Das Licht gilt als Zeichen des Lebens.

Im alten Rom gabe es den Brauch, die Osternachtsfeier mit zwei ca. 2m hohen Kerzen zu erleuchten.

In Piacenza gab es schon um 384 Osterkerzen. Im 7. Jh. wurde sie in allen Titelkirchen Roms verwandt.

Die Osterkerze symbolisiert den über Tod und Sterben siegenden und auferstandenen Jesus Christus. Sie wird heute, vom bereits geweihten, Osterfeuer entzündet und brennt währen der Osterfestzeit.

6. Das Osterwasser

Das Wasser ist eines der Ursymbole der Schöpfung. Es hat belebende Kraft, es reinigt, heilt, aber es zerstört auch.

So spielt das Wasser natürlich eine besondere Rolle in der Osterzeit. Vom Eise befreit kann das Wasser nun wieder seine Kraft entfalten.

Uralte heidnische Bräuche und Gedankengut haben sich bis heute erhalten.

Wer sich am Ostermorgen im fließenden Bach wäscht bleibt immer jung und schön.

Osterwasser vertreibt, aus der Quelle geschöpft, Ausschlag und viele andere Krankheiten.

Das Vieh wird am Ostermorgen in einen der Bäche getrieben um es vor Krankheit zu schützen.

Und alles Wasser verwandelt sich in der Osternacht in Wein.

In verschiedenen Regionen wird aus Dankbarkeit zum lebensspendendem Wasser noch heute der Brunnen im Dorf geschmückt und mit Osterschmuck verziert.

Das Christentum griff die Wassersymbolik auf. Sie gipfelte im Taufgeschehen.

Das Taufwasser wurde nur zweimal im Jahr (Ostern und Pfingsten) geweiht.

Die Gläubigen durften vom Taufwasser mit nach Hause nehmen.
Es diente zur Segnung von Haus und Hof. Dieser Brauch hat sich bis heute gehalten.

In Australien bewahren Brautpaare das am letzten Osterfest geweihte Osterwasser bis zum Hochzeitstag auf und bespritzen sich auf dem Kirchgang zur Hochzeit damit. Das soll der Ehe Glück bringen.
 



Pfingsten - 27.05. bis 28.05.2007

 

Pfingsten - Frühlingsfest und "Geburtstag der Kirche"

Bedeutung

Das Wort "Pfingsten" kommt vom griechischen "pentekoste", was
"der fünfzigste Tag" bedeutet.

Das Pfingstfest folgt also 50 Tage nach dem Ostersonntag  der eigentliche Festtag ist demnach der Pfingstmontag.

Am 50. Tag nach Ostern ist den Aposteln der Heilige Geist erschienen.

In der Apostelgeschichte, Kapitel 2 heißt es dazu:
"Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren.
Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten;
auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab..."

 

 

Dieses Ereignis gilt bis heute als "Geburtstag der Kirche".

Eng mit dem Pfingstfest verbunden ist die Taufe, in der ebenso der Geist Gottes auf die Menschen herabkommt.

Pfingsten ist auch der Abschluß der Osterzeit.


Ursprung

Pfingsten ging wie Ostern aus einem jüdischen Fest hervor. Es war ursprünglich ein Erntefest mit Dankopfern.

Während das Passah-Fest (Ostern) den Beginn der Getreideernte markierte, wurde am fünfzigsten Tag darauf der Schawuot begangen, der Tag der Darbringung der Erstlingsfrüchte.

Als christliches Fest wurde Pfingsten erstmals im 4. Jh. erwähnt.



 

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